Roland allein in der Welt

roland.ellerweg January 15th, 2011

Wie mittlerweile wahrscheinlich alle Wissen ist Chrissy wohlbehalten in Deutschland angekommen (genauer gesagt ist sie schon seit dem 15.11 wieder in der Heimat). Der Grund dafür ist nicht, dass ich ihr so auf den „Sack“ gegangen bin, dass sie die Flucht ergreifen musste (jaja, ich weiß, das ist was alle vermuten würden). Vielmehr treibt sie die Hochzeit unserer Freundin Lea sowie ein neuer Job in Köln zurück in die Heimat.
Nun aber zurück zur Reise. Nach dem Abschied von Tim und Brummer, hatten wir nur noch zwei gemeinsame Tage in Sydney. Diese Tage waren erstaunlich ereignislos. Wir verbrachten die meiste Zeit mit organisatorischen Dingen. Fragen wie was nimmst du mit, was nehm ich mit, was verschenken wir oder was schmeißen wir weg, mussten geklärt werden. Ehe wir uns versahen waren die beiden Tage auch schon um und wir waren gezwungen einander „Bis Bald“ zu sagen.
Nach zwei Abschieden innerhalb von 2 Tagen stand ich, klein Roland, also mal wieder alleine da („mal wieder“ weil ich ja bereits den Anfang der Reise alleine bestritten hatte). Lange sollte auch ich nicht in Sydney verweilen. Ich hatte bereits in Darwin ein Ticket nach Buenos Aires, Argentinien gebucht. Abflug Datum sollte der 2. Dezember sein. Somit musste ich also noch 2 Wochen in Sydney rumkriegen.
Die Zeit in Sydney rumzukriegen war gar nicht mal so einfach. So ziemlich alle Backpacker in dem Hostel gingen einem Beruf in Sydney nach. Bis heute habe ich nicht verstanden warum die sich nicht einfach eine temporäre Wohnung in der Stadt nehmen anstatt sündhaft viel Geld im Hostel zu lassen. Wie dem auch sei… Dadurch, dass die „Traveller“ eher Arbeiter waren musste ich Touren, Museen etc. vorwiegend alleine besuchen. Ich mache sowas zwar ohnehin immer mal wieder gerne alleine, aber ab und zu wäre ein bisschen Gesellschaft von Vorteil gewesen.
Neben der Erkundung der Stadt und der Umgebung habe ich mich auch dem Surfen oder besser gesagt dem Wellenreiten gewidmet. In Manly, etwas oberhalb von Sydney buchte ich einen Surfkurs und nach dem Surfkurs hatte ich mir immer wieder mal ein Surfboard ausgeliehen. Zwar war ich halbwegs erfolgreich (soll heißen ich bin in den sogenannten „Weiß Wasser“ Wellen aufgestanden und habe ein wenig nach links und rechts navigiert), jedoch wird Wellenreiten wohl nie mein Sport werden. Das Rauspaddeln ist zu anstrengend, das Warten auf die richtige Welle zu langweilig und das tatsächliche Wellenreiten zu kurz. Da bleibe ich doch lieber beim Kitesurfen oder beim Wasserskifahren.
Nachdem ich zwei Wochen mit den oben genannten Aktivitäten „todgeschlagen“ hatte, ging schließlich mein Flieger. Dieser Flieger, flog übrigens nicht wie man es erwarten würde gen Osten nach Argentinien, sondern Westwärts mit zwei Zwischenstopps. Sydney-Kuala-Lumpur, Kuala-Lumpur-Kapstadt, Kapstadt-Buenos Aires. Insgesamt 30 Stunden Flugzeit. Dazu kamen ein 20 stündiger Aufenthalt in Kuala-Lumpur den ich nutzte um die hässlichen Petrona-Towers anzusehen, sowie ein 1-stündiger Stop in Kapstadt. Statt in den Fußstapfen von Jules Verne’s Phileas Fogg also eher „Jetlag extreme“.

Tim und Brummer verlassen uns (schnüff) (12.11.)

roland.ellerweg December 17th, 2010

Nach knapp 3 Wochen des gemeinsamen Reisens geht für Tim und Brummer der Urlaub auch schon zu Ende. Wir versuchen nicht ganz so schwermütig zu sein und verbringen die meiste Zeit des Vormittags am Strand bzw. im Wasser. Dann, gegen Mittag fährt auch schon unser Airportshuttle vorm Hotel vor. Tim und Brummer laden ihr Gepäck ein und Roland packt obendrauf noch das Kiteboard und die beiden Kites die wir hier erstanden haben (ja, er denkt wirklich, dass wir das alles mit nach Deutschland nehmen könnten). Wir steigen alle ein und fahren Richtung Flughafen.

Es ist Peakhour in Sydney und auf der Straße tut sich nur wenig. Nach ca. 45 minuten Fahrzeit erkundigt sich der Fahrer, wann den die Flieger der Passagiere so gehen würden. Es scheint aber jeder genügend Pufferzeit eingeplant zu haben (zumindest sah niemand ernstlich besorgt aus). Nach über einer Stunde Stop-and-Go kommen wir schließlich am Flughafen an.

Am Flughafen angekommen reihen wir uns gleich in die Quantas Schlange ein. Während wir warten beobachten wir wie einige Leute den Checkin über sich ergehen lassen. Insbesondere eine Dame deren Gepäck offenbar nur um wenige kg zu schwer ist fä llt uns dabei auf. Sie streift ein paar Kleidungsstücke aus ihrem Koffer über und das Problem ist für sie gelöst. Unseres steht leider noch bevor…

Schließlich sind wir an der Reihe. Eine junge Frau führt bei uns den Checkin durch. Als erstes bittet sie Sabrina ihr Gepäckstück aufs Band zulegen. 26 Kg zeigt die Wage an. „Das sieht schlecht aus“ denken wir. Anschließend hievt Tim seine Tasche auf das Band. 22 Kg…die beiden alleine haben also schon zuviel Gepäck. Die Dame am Schalter deutet auf die Kiterucksäcke die Roland über der Schulter hat und fragt, was den mit denen sei. Wir erwiedern, dass wir nur mal schauen wollten, ob denn noch ein wenig Gewichtspuffer da ist um die Kites zu transportieren. Anscheinend sei das aber ja nicht der Fall. Sie bittet uns einen Kite drauf zulegen…10 Sekunden später bittet sie auch um den zweiten. Ca 55 Kg müssten nun summersumarum auf dem Band liegen. Sie macht keine Anstalten und checkt alles ein (Der Preis pro extra Kilo Übergewicht liegt übrigens bei 60 Dollar ~ 40 Euronen). Uns fällt ein Stein vom Herzen. Schließlich fragt sie noch, was denn mit dem Kiteboard sei. Roland erwiedert daraufhin, dass das nicht so wichtig sei (die Kites kosteten um einiges mehr als das Board), ob sie es vielleicht haben möchte. Sie erwidert gar nichts und checkt weiter Tim und Brummer ein. Als die Boardkarten dann gedruckt sind und Tim und Brummer sie in den Händen halten kommt die junge Frau hinter ihrem Schalter hervor. Sie markiert das Kiteboard als Gepäckstück und sagt dabei, dass wir doch niemandem sagen sollen, dass sie all das Gepäck eingecheckt hat. Wir nicken nur eifrig und bedanken uns dabei 1000 mal. Manchmal muss man auch mal Glück haben.

Nach erfolgreichem Checkin verprassen wir das letzte australische Geld von Tim und Brummer und essen nochmal Sushi. Anschließend verabschieden wir uns auch schon. Nun heißt es wohl Chrissy und Roland allein in Sydney.

Sydney Teil 1 (09.11. bis 11.11.)

roland.ellerweg December 17th, 2010

Nach 24 Stunden nonstop Autofahrt kommen wir in Sydney an. Es ist 4:30 in der Früh und die Bürgersteige noch hochgeklappt. Irgendwie charmant, eine solch große Stadt mit unzähligen Skyscrapern menschenleer zu erleben. Da wir allerdings völlig übermüdet sind, erliegen wir diesem Charm nur kurz und steuern sofort das erste Hostel an…

Im Hostel angekommen sagt man uns, dass leider alle Zimmer belegt sind. Wir denken uns „macht ja nix“, laufen zu dem nächsten Hostel auf der anderen Straßenseite und fragen dort. Allerdings ist auch dieses voll. Der nette Herr an der Rezeption verrät uns, dass diese Woche Metallica in der Stadt spielt. Die Hostels wären dementsprechend voll. Netterweise gibt er uns eine Karte und zeichnet ein wo wir es noch versuchen könnten. Nach einigem Rumgefahre und -gelaufe müssen wir jedoch feststellen, dass die Hostels entweder voll oder noch geschlossen sind. Unsere Stimmung trübt sich ein wenig.

Da es aussichtlos erscheint auf einen Hostelplatz im Zentrum zu warten versuchen wir unser Glück etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt. Wir fahren zum Bondi Beach, dem Stadtteil (bzw. Strand), an dem sich laut Lonley Planet Surfer, Models und Möchtegernmodels tummeln. Auch hier scheint es schwierig ein Zimmer zu kriegen. Immerhin, wird uns nicht gleich gesagt, dass keine Zimmer mehr frei sind. Stattdessen bittet man uns in ein paar Stunden nochmal wiederzukommen…dann gäbe es „garantiert“ was. Wir sehen schließlich ein, dass wir zu früh für ein Hostel/Hotel Zimmer sind und schlagen die Zeit mit „Worst-Case-Scenario“ Diskussionen tot.

Es vergeht ca. eine Stunde bevor wir wiedermal unser Glück mit der Buchung eines Zimmers versuchen. Tatsächlich ist nun, wo das verschlafene Sydney langsam zu sich kommt (8:30 Uhr), etwas zu haben. Sabrina und Chrissy checken das Zimmer in einem der Hostels das wir uns ausgeguckt haben aus und sind nicht wirklich begeistert. Als wir dann den Preis für das Zimmer erfahren, schließen sich Tim und Roland der Meinung der Mädels an. Knappe 80 Dollar für ein Doppelzimmer. 160 Dollar insgesamt für ein paar Betten. In einem Hotel in dem wir zuvor waren hatte man uns die Suite für vier Personen für knappe 190 Dollar angeboten. 30 Dollar mehr für ein Zimmer das nicht müffelt, einen Fernseher und einen Balkon zum Bondi Beach hat und zudem noch Service bietet. Wir kehren dem Hostel schnell den Rücken und fahren in Richtung Suite.

Im Hotel angekommen buchen wir problemlos die Suite. Fünf Stunden hat es nun gedauert bis wir ein Zimmer gefunden hatten. Roland und Chrissy hauen sich auch sogleich in die Federn, da sie die ganze Zeit abwechselnd gefahren sind. Sabrina und Tim sind noch halbwegs fit und beschließen ein wenig die Gegend zu erkunden. Abends essen wir noch einmal gemeinsam Pizza, danach schlummern wir alle vor der Glotze ein.

Am nächsten Morgen checkt Roland seine Emails und stellt mit Erstaunen fest, dass jemand Interesse für unseren Van bekundet. Wir haben die Anzeige gerade erst vor 2 Tagen geschaltet. Zudem ist der Preis mit 6000$ noch relativ hoch angesetzt. Roland zögert nicht lange und ruft an. Noch am selben Vormittag treffen sich die beiden.
Nach dem Treffen berichtet Roland, dass es sich bei dem potentiellen Käufer um einen jungen Franzosen handelt, der zwar generell interessiert an dem Auto ist, aber vorher gerne noch den „Pink Slip“, eine Art Fahrtauglichkeitsbescheinigung, haben möchte Soweit so gut, nur möchte der Herr dass wir diesen Pink Slip bezahlen, was wir natürlich nicht wollen. Neben dieser Hürde hat der Franzose auch öfter betont, dass er ja eigentlich ein anderes Model bevorzugen würde. Folglich bleiben wir pessimistisch.

Den Rest des Tages verbringen wir in der Stadt. Mit der Fähre, die in Sydney zum öffentlichen Verkehrssystem gehört wie jeder Bus und jede Strassenbahn, fahren wir direkt bis zum „Circular Quay“, der neben der allseits bekannten Oper liegt. Zu selbiger marschieren wir auch gleich hin. Danach sehen wir uns noch den Park bei der Oper sowie den Park im Stadtzentrum an und fahren schließlich mit einem Fahrstuhl auf einen Fernsehturm um die schöne Aussicht zu genießen. Roland musste dabei zum ersten Mal feststellen, dass „Aussicht genießen“ für die höhenängstliche Chrissy „Shoppen“ bedeutet. Boomerangs, Didgeridoos, Koalatassen, der über Sydney schwebende Souvenirshop wird ratzfatz leergeräumt. Naja …wir habens ja.

Als wir abends wieder im Hotel ankommen ruft der Franzose von heute morgen wieder an. Er möchte Roland sehen. Warum, weiß leider keiner so genau. Kurze Zeit später steht er auch schon wieder vor der Tür. Roland und er quatschen ein wenig alleine im Foyer. Wenige Minuten Später kommt Roland auch schon freudestrahlend wieder und ruft:“Sold“ – Verkauft. Der Franzose hatte ihn gefragt, ob er den Van denn billiger haben könnte, wenn er auf Kite und Surf Equipment verzichtet. Roland hat zugestimmt und letztlich haben sich die beiden auf 4800$ geeinigt. 4800$…das ist genau der Betrag, den wir vor 3 Monaten bzw. 20000 Km aufgebracht haben um den Van zu kaufen…

Am nächsten Tag machen wir butter bei de Fische. Tim und Sabrina sehen sich die Blue Mountains an, während Roland und Chrissy das Auto verticken. Pünktlich (kaum zu glauben für einen Franzosen) kommt der Franzose vorbei. Wir fahren gemeinsam zur Bank und holen einen auf Rolands Namen ausgestellten Check. Schließlich füllen wir noch die nötigen Formulare aus, geben ihm den Schlüssel und der Deal ist perfekt. Drei Tage nach Schaltung der Anzeige haben wir das Auto für unseren damaligen Kaufpreis verkauft. Besser hätten wir uns das kaum vorstellen können. Am Abend gehen wir nochmal lecker essen mit Tim und Sabrina. Roland und Chrissy zahlen natürlich.

Brisbane bzw. Surfers Paradise (07.11. auf 08.11.)

roland.ellerweg November 15th, 2010

Brisbane, die bisher größte Stadt auf dem Weg zeigte sich sogleich chaotisch und Chrissy hatte eine Menge Spaß (hüstel) sich durch den Verkehr zu schieben und musste dank Orientierungslosigkeit aller Anwesenden so manchen U-Turn machen. So haben wir dann aber eine Menge von der Stadt gesehen und die scheint ganz nett zu sein. Mitten hindurch führt ein Fluss, das hat Charme.

Wir blieben nicht lange, das Einzige das wir uns ansahen war der/die/das? Lone Pine Koala Sanctuary.

Lone Pine Koala Sanctuary

Dabei handelt es sich um eine Art Tierpark mit australischem Streichelzoo. Soll heißen: Fotos mit Koalas, knuddeln mit Kängurus, Emus die einem aus der Hand fressen und Vögel die gefüttert werden. Zudem gab es Schnabeltiere, Dingos, Cassowaries, Fledermäuse, Papageien, Echsen, Krokodile, und anderes Getier zu sehen. Die Echsen liefen überall frei herum und waren mindesten genauso an Menschen gewöhnt wie die Kängurus. Wir schafften es sogar eine dieser Echsen zu streicheln. Die Kängurus kann man füttern wie bei uns Ziegen im Tierpark. Das war wirklich sehr spannend, kommt man diesen Tieren doch sonst nicht so nah. Die Kängurus sind dabei sehr relaxed und haben sich sogar von kleinen Kindern am Schwanz ziehen lassen. Gefressen haben sie verhältnismäßig wenig, bei all den Besuchern sind sie dann wohl einfach schnell satt. Zum Glück fressen alle Viecher dort anscheinend das Selbe und so waren auch Tauben, Enten und Emus froh über das Fertigfutter. Auch ein Emu ließ sich anfassen und fraß uns ganz genüsslich aus der Hand. Später haben wir uns dann noch unter die Känguru-Herde gemischt und ein wenig auf der Wiese herumgelegen. Das war wirklich faszinierend. Zum Abschluss gab’s dann noch eine Kanarienvogelfütterung bei der es recht wild zuging. Doch auch hier hatten wir die einmalige Chance diese Tierchen näher zu betrachten. Es ist schon immer wieder spannend, dass Tiere die es bei uns nur im Zoo gibt hier in Australien als Wildtiere leben und somit zum Alltag gehören. Die Koalas waren auch sehr süß und wir nutzten die Chance einen solchen mal antatschen zu dürfen. Süß! Auch hier also wieder das voller Touristenprogramm. Wir fanden es super. Es war zuvor nicht geplant, doch wir verbrachten den ganzen Nachmittag im Tierpark, der Wahnsinn.

Surfers Paradise

Surfers Paradise, der Name führt zu einem Trugschluss, denn Surfen ist eher Nebensache. Die Stadt war größer als wir es erwartet hatten und bot eine recht beeindruckende Skyline. Wir kamen zwar rechtzeitig an, hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass die Hostel voll sein würden. So suchten wir auch dort wieder nach einer Unterkunft und landeten schließlich in einem Hostel bei dem Tim und Sabrina das letzte Doppelzimmer abstaubten und Roland und Chrissy sich alleine in einem Viererdorm breit machten.

Nach kurzem frisch machen ging’s los in Richtung Fressmeile, wir waren dabei zu verhungern. Chrissy durfte wählen, als fast Geburtstagskind. Daher ging’s zum Inder. Dort bestellten wir so viel, dass wir bei der Hälfte aufgeben mussten und den Rest einpacken ließen. Puh was waren wir vollgefressen. Mehr ging beim besten Willen nicht. So sind wir dann ganz langsam und gemächlich mit unseren dicken Bäuchen zurück zum Hostel gekrochen. Dort gab’s um Mitternacht ein Ständchen und wir sind alle ins Bett gefallen. Ein netter Abend, leider waren wir alle völlig im Eimer, sind halt einfach langsam zu alt für ne große Sause ;-) . Roland machte noch Bescherung und dann sind wir zufrieden eingeschlafen.

Caboolture Showgrounds (06. auf 07.11.)

roland.ellerweg November 15th, 2010

Auf dem Weg nach Brisbane mussten wir noch eine Pause einlegen und eine Nacht auf einem Campingplatz verbringen. So sind wir dann kurz vor Brisbane abgefahren und wollten zu den sog. Caboolture Showgrounds. Mal wieder ein günstiger Campingplatz aus unserem Campingführer. Leider war das alles nicht so einfach, wie wir uns das erhofft hatten. Dank mäßiger Wegbeschreibung und mangelhaftem Kartenmaterial endete der Abend mit stunden langem Suchen des blöden Campingspots. Als wir ihn fanden wurde es bereits dunkel und bei uns lagen die Nerven etwas blank. Wir waren müde und so bauten wir nur schnell das Zelt auf, machten das Bett fertig und aßen noch ein schnelles Fertigsüppchen zu Abend. Zudem begann es zu regnen und wir freuten uns auf unsere Bettchen (oder so ähnlich). Da wir so spät angekommen waren, konnten wir leider den Manager nicht mehr finden und somit auch nicht bezahlen. Ein anderer Camper gab uns durch die Blume zu verstehen, dass wir das dann doch einfach sein lassen sollten. Er könne uns die Nummer des Managers gerne am kommenden Morgen geben, aber der sei übers Wochenende eh nie da. Wir sahen den netten Herrn morgens mehrfach wieder, er jedoch bemühte sich uns so lange nicht zu sehen bis wir endlich gefahren waren. Wir haben also ganz offiziell die Zeche geprellt, shame on us.

Fraser Island (06.11.)

roland.ellerweg November 15th, 2010

Wie echte Touristen sind wir herumgetourt. Ein ganzer Tag den wir wohl vorwiegend im Bus verbracht haben. Wir wurden früh morgens am Hostel abgeholt und zur Fähre gekarrt. Dort hat man uns dann das Geld abgeknüpft und uns in gemächlichem Tempo auf die Insel rüber gekarrt. Dort stand dann auch bereits die Busarmada. Diese ist recht beeindruckend, handelt es sich doch um höher gelegte Allradbusse mit großen Schluppen. Unser Busfahrer und Guide für den Tag war ein echtes Original: ein kleiner, weihaariger, quirliger Kerl mit Hut, der es schaffte uns die gesamte Fahrt über zu unterhalten. Unter anderem tat er das auch damit uns eigens verfasste Gedichte auf zu sagen. Das war ein wenig schrullig, gefiel dennoch und brachte uns so manches Mal zum Lachen. Zudem wurde das Bild welches er bot abgerundet durch einen breiten Ozzy-Akzent, den er trotz Bemühung nicht immer vermeiden konnte. Wir saßen ganz hinten im Bus und hatten damit den abenteuerlichsten Platz ergattert, ging es doch dort besonders ruckelig zu. Das war immer so lange lustig bis man aufs Klo musste. :-) Fraser Island besteht aus Sand, nur aus Sand. Eben das macht die Insel so besonders, führt aber eben auch dazu, dass die Strecken „etwas“ hubbelig und schwer zu fahren sind. Uns machte es Spaß und den Fahrer schien es nicht zu stören, schaffte er es doch zu fahren und gleichzeitig ununterbrochen zu reden. So erfuhren wir eine Menge interessanter und nicht so interessanter Dinge über Fraser Island, seine Pflanzen- und Tierwelt, die Kindheit unseres Fahrers, Angelwettbewerbe am Strand, etc. Leider wissen wir davon nicht mehr allzu viel und wollen auch nicht mit Halbwissen prahlen, daher bleiben nähere Erklärungen fürs Erste aus.

Die „Straßen“ waren gewunden, bestanden aus Sand, sowie Schlaglöchern und waren gesäumt von vielen Bäumen die so manches Mal sehr knapp am Fenster vorbei schrappten. Die immer weiter redende Stimme unseres Fahrers lullte uns jedoch genügend ein um uns in Sicherheit zu wiegen und so genossen wir die Fahrt.

Der Highway der Insel ist der dortige Strand an dem tatsächlich 80er Schilder stehen und die Busse und Autos tatsächlich auch in diesem Tempo unterwegs sind. Überholen darf man sowohl links als auch rechts, man muss nur vorher mit den Blinkern anzeigen an welcher Seite man vorbei prescht. Fußgänger sollten vorsichtig sein, bremsen auf Sand ist nämlich so eine Sache für sich.

Am Strand findet sich dann ein altes Schiffswrack das wir uns ca. 5 Minuten lang ansehen durften um Fotos zu machen. Das Programm war straff und wir durften keine Zeit verlieren. Schlimmer als beim Militär war das und damit der einzige wirkliche Wehrmutstropfen. Wir duften durch einen Bach waten der ins Meer fließt (20 Minuten), dessen Wasser klarer ist als das aus der Leitung. Wir machten eine kleine Wanderung über einen Dschungelpfad ( 15 Minuten, sehr bequeme Holzplanken, extra für die Touristen in ihren FlipFlops, uns also eingeschlossen). Mittags gab’s Buffet im Inselresort, dort haben wir dann fleißig versucht das Geld wieder rein zu fressen das wir für die Tour ausgegeben haben. Wir glauben wir waren ganz erfolgreich. :-)

Das Highlight kam zum Schluss: ein See, auch dieser zeigte sich ganz besonders klar und besteht nur aus reinem, vom Sand gefilterten Regenwasser. Der PH-Wert des Wassers ist so hoch, dass dort drin kaum etwas lebt und so blieben wir mit unseren Taucherbrillen und Schnorcheln erfolglos. Dennoch hatten wir unglaublich viel Spaß und waren viel zu albern für unser Alter ;-) . Die Sonne schien, die Bäuche waren gefüllt, wir hatten viel gesehen und konnten an einem der schönsten Plätzchen dieser Erde für zwei Stunde plantschen. Was will man mehr? Am Ende sichteten wir dann doch noch etwas: einen kleinen Drachen (großer Salamander), wir fanden’s super, Brummer wohl eher nicht.

Damit war der Tag zu Ende. Fraser Island fällt nun unter die Kategorie gesehen.

Weiter kann’s gehen.

Hervey Bay – Schwimmen mit Haien (04. & 05.11.):

roland.ellerweg November 14th, 2010

Auf dem Weg nach Hervey Bay kauften wir an einer Tankstelle einen Meat Pie. Diese kleinen Fleischküchlein sind ein typischer australischer Snack der die Herzen aller Fleischliebhaber höher schlagen lässt. So auch unsere. Dieses mal gab’s jedoch einen ganz speziellen: einen Krokodil-Fleisch-Kuchen. Tim und Sabrina sind hier ja schließlich ebenso auf einer kulinarischen Reise. Wir können also nun behaupten Krokodil gegessen zu haben, auch wenn man das Fleisch gar nicht recht schmecken konnte. Wir bleiben weiterhin bei Rindfleisch, der traditionellen Variante.

In Hervey Bay haben wir gemeinsam einen kleinen Bungalow bezogen mit einer Küchenzeile (ohne Herd, weiß der Geier warum), einem separaten Doppelzimmer, eigenem Bad und Autostellplatz. Sehr komfortabel und zudem kostete uns diese Unterkunft nur halb soviel wie der blöde Bungalow in den Whitsundays. Die Dame am Empfang war auch sehr nett und zuvorkommenden und half uns mit allem was wir so auf dem Herzen hatten.

Abends wurden wieder die UNO-Karten ausgepackt und wir spülten das Abendessen mit einer Menge Wein herunter (wir hatten uns einen vier Liter Schlauch geholt, das Zeug schmeckt übel, aber wenn’s denn schon mal da ist :-) ).

Am kommenden Morgen haben wir lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt und sind dann ins Aquarium gefahren. Auf dem Plan stand ein ganz besonderes Abenteuer: schwimmen mit Haien. Genau das haben wir getan und es war spitze. Man könnte es einen Aquarium-Streichelzoo nennen, ein Becken voller Haie, Schildkröten und großer Fische in das man hopsen und eben diese Tierchen berühren kann. Todesmutig stürzten wir uns hinein und hatten eine wundervolle halbe Stunde bei der wir ganz nah waren an diesen wunderschönen Schildkröten und skeptisch beäugt wurden von kleinen Haien. Diese waren schwierig zu erwischen waren sie doch um einiges schneller als die Schildkröten. Zudem konnten wir die Tiere später noch füttern und waren natürlich auch dabei ganz vorne mit dabei. Was ein Tag! Das war alles so toll und spannend, dass drei Stunden wie im Flug vergingen und wir unseren Zeitplan ein wenig sprengten. Wir wollten doch noch einen 4WD mieten oder eine Tour buchen für einen Besuch auf Fraser Island.

Die 4WD die uns angeboten wurden, waren uns dann jedoch zu teuer und so entschieden wir uns doch ein Mal eine ganz typische Touristentour zu buchen. Ein Tag mit dem Touri-Bus auf der Insel umher gekarrt werden, auch das mal ein Erlebnis.

Essen, schlafen, auf ging’s…

Whitsundays bis Hervey Bay (2. & 3.11.):

roland.ellerweg November 14th, 2010

Nach einer kurzen Wanderung zurück zum Hostel, ein wenig Gekrame unserer zehn ;-) Sachen und einem Stop am Supermarkt, waren wir auch schon wieder unterwegs.

Clairview Resort

Der Campingplatz des Abends hieß Clairview und lag direkt am Strand. Wir allerdings konzentrierten uns zunächst darauf das Zelt auf zu schlagen, das Bettchen zu machen und das viele Fleisch zu essen das wir uns gekauft hatten. Mhhhmmm, ein fettes Berbecue. Damit das Ganze auch so richtig fetzt, gab’s mehrere Fleischvarianten und so probierten wir uns durch Lamm mit Minzsauce, Lammkottelets, Lammfilets und Lammrippchen. Wunderbar. Mit vollen Bäuchen konzentrierten wir uns dann aufs Verdauen, Bierchen trinken und Karten spielen. Später gesellte sich dann ein Possum dazu, das plötzlich neben uns auftauchte und damit begann den Grill ab zu lecken. Wie gut, dass wir die Grillplatte zuvor gereinigt hatten, es schien als täte es dies nicht zum ersten Mal. Brummer hielt sich trotz Käfer- und anderem Getier sehr tapfer, wenn sie so weiter macht, bescheinigen wir ihr Campingtauglichkeit und lassen sie im Zelt schlafen :-) .

Capricorn Caves und Agnes Water Retreat

Die Weiterfahrt haben wir unterbrochen um uns die Capricorn Höhlen anzusehen. Das war sehr spannend und dank der konstanten 20 Grad zudem sehr angenehm. In den Höhlen gibt es eine natürliche Kapelle in der auch Hochzeiten gehalten werden und Konzerte stattfinden. Die Akustik ist traumhaft, fast so gut wie im Opernhaus, das meinte zumindest unser Guide. Wir saßen in der Kapelle und lauschten den Klängen von Amazing Grace während unterschiedliche Lichter an und aus gemacht wurden. Über uns flatterten Fledermäuse umher und für einige Momente ging das Licht aus und wir waren in vollkommene Dunkelheit gehüllt. Sehr beeindruckend. (Chrissy: Dad, das hätte Dir bestimmt gefallen, tolle Akustik).

Abends erreichten wir das sog. Agnes Water Retreat, das etwas abgelegen von unserer Strecke, einen tollen Übernachtungsspot bot. Leider begann es nachts zu regnen und alles war pitsche patsche nass. Die große Küche mit angeschlossenem Aufenthaltsraum gab uns dann aber glücklicherweise die Möglichkeit unsere Sachen noch ein wenig zu trocknen. Der Aufenthaltsraum war sehr schön und auch die Küche überzeugte mit einer großartigen Ausstattung. Eine Couchgarnitur und ein Kamin rundeten die Sache ab. Zudem kam mit dem Campingplatz ein Hund gratis, den wir (oder der uns) auf trapp hielten. Roland taufte ihn Bruno, leider handelte es sich um eine Hündin, da hatte er wohl nicht so genau hin geschaut. Die Gute jedoch machte sich nix daraus, solange der blöde Roland den Stock warf. Das Tierchen war ein ganz spezielles, grunzte sie doch wie ein Schwein und zerlegte in unserer Zeit dort mehrere Bäume. Der Grund dafür einfach: Roland sagte: „Where is your stick?“ (ist ja ein Englischsprachiger Hund, nech). Sie hatte keinen, schaute sich um, suchte eine Weile, fand ihn nicht und… machte sich einen. Tatsächlich, diese Hündin hat kleine Bäume gefällt, dann die Ästchen und Blätter abgeknabbert und das ganze angeschleppt damit es geworfen wird. Das beeindruckte, erschien das doch alles sehr fokussiert. Als wir dann jedoch feststellten, dass sie die Äste mit und mit auf aß (jaaa, auf gegessen hat sie sie), überlegten wir uns das anders. Auf jeden Fall hat sie uns unterhalten und war wohl sehr froh über Gesellschaft, wir waren nämlich die einzigen Gäste.

Nach unzähligen Runden Uno gingen wir abends ins Bett, trockneten am kommenden Morgen notdürftig unsere Sachen und machten uns wieder auf den Weg.

Segeln in den Whitsundays (31.10.-02.11.)

roland.ellerweg November 14th, 2010

Die Sachen waren gepackt, das Wetter herrlich und eigentlich hätte es los gehen können. Leider begann die Tour erst um zwei und so haben wir den Vormittag im Pool verbracht. Mittags ging’s dann endlich los Richtung Hafen. Dort haben wir noch einen Milchshake „genossen“ (igitt, die waren unglaublich süß).

Der erste Tag…

… bestand aus einer Menge Informationen, Kennenlernen, Betten beziehen, Essen und Bierchen trinken. Der Wind war gut und so düste die Boomerang, einst das schnellste Schiff ihrer Klasse, nur so dahin. Wir halfen dabei die Segel zu hissen, doch unser Einsatz war wohl eher Beschäftigung denn Notwendigkeit. Wir auf jeden Fall hatten Spaß und genossen die Fahrt, die Sonne, den Wind und vor allem die Aussicht. Es war ein wunderbarer erster Tag an dem wir einen fliegenden Fisch sichteten und uns einen Sonnenbrand holten.

Erster Halt war Tongue Bay. Diese liegt direkt neben dem berühmten White Heaven Beach. Dort sollte es am Morgen hin gehen. Wir genossen die Kühle des Abends, lagen auf dem Deck herum, bestaunten die Sterne, schlürften kühles Bier und unterhielten und nett mit den anderen Mitreisenden. Es wurde ein schöner Abend, der jedoch recht früh endete. Wir alle waren müde und wussten der kommende Tag würde früh beginnen.

Um unmenschliche 6:30…

… begann Tag zwei mit einem Müslifrühstück und Instantkaffee. Egal, es schmeckte fantastisch vor dem Panorama. Einige Schildkröten steckten die Köpfe aus dem Wasser während wir in der Kühle des Morgens unser Frühstück genossen. Aber bloß keine Müdigkeit vorschützen, es ging bald darauf los. Mit dem kleinen Motorboot ging’s rüber zum White Heaven Beach. Zuerst „wanderten“ (es war eine Australische Wanderung, wir jedoch weigern uns es so zu nennen, waren es doch nur ein paar hundert Meter) wir auf einen Aussichtspunkt hinauf (zudem liefen wir in Flipflops, auch das spricht gegen wandern) und bestaunten den Strand aus der Distanz. Das hielten wir jedoch nicht lange aus, war es doch wie ein Steak vor den Augen eines Verhungerten und so eilten wir hinunter. Der Strand ist weiß wie kein anderer, der Sand fein wie nirgendwo sonst und das Wasser so klar, dass man Meter weit hindurch sehen kann. Als wir am Wasserrand ankamen sahen wir eine große Schildkröte. Diese fühlte sich jedoch gestört bei ihrem morgendlichen Sonnenbad in seichteren Gewässern und machte sich vom Acker (was vielleicht daran gelegen haben könnte, dass Roland mit lautem Getöse durchs Wasser heran getrabt kam um auch ja einen Blick erhaschen zu können). Die Sichtung jedoch endete in stunden langem Schnorcheln in der Hoffnung noch ein solches Tier zu Gesicht zu bekommen. Wir hatten leider keinen Erfolg und zu sehen gab es sonst nix, nur Sand. Spaß machte es allemal und wir genossen jede Minute.

Nachdem alle Passagiere wieder eingesammelt waren, ging es weiter zur sog. Lanchean Bay. Dort gingen Roland und Chrissy mal wieder Tauchen, wir müssen doch alle Gelegenheiten nutzen. Tim und Sabrina waren derweil fleißig schnorcheln. Es war nicht ganz so schön wie am Great Barrier Reef, doch immerhin, es gab ein paar nette Fische und Korallen zu sehen und wir sind dem Tauchen weiterhin verfallen.

Alle eingesammelt und weiter zum Lanford Island, einer Sandinsel im Meer. Dieser Strand im Wasser ist umgeben von Korallen und so konnten wir auch dort wieder schnorcheln. Dort sichteten wir dann endlich eine Schildkröte und schwammen einige Zeit mit ihr. Das sind wirklich sehr beeindruckende und wunderschöne Tiere. Zurück am Strand machten wir dann noch einen kleinen Rochen aus der sich im seichten Gewässer sonnte. Leider mochte auch dieser Geselle die viele Aufmerksamkeit nicht und machte sich davon. Tim ergatterte jedoch noch einen schönen Schnappschuss.

Die Nacht verbrachten wir bei Stonehaven und das Programm sah in etwa genauso aus wie das des Vorabends. Es gab Essen, Bier, nette Unterhaltungen und ein paar Sternschnuppen. Damit endete ein traumhafter Tag in den Whitsundays.

Unglaublich, …

… aber die Tour näherte sich bereits ihrem Ende. Ein letztes Mal Schnorcheln bei Carsecave und es ging mit vollen Segeln zurück nach Arlie Beach. Diese Segeltour hat uns allen sehr viel Freude bereitet, die Investition hatte sich gelohnt.

Weiter ging’s in Richtung Süden, es gab noch viel zu sehen…

Wallaman Falls bis zu den Whitsundays

Chrissy November 9th, 2010

Wallaman Falls (Freitag 29.10.):
Als nächstes haben wir uns dann die Wallaman Falls noch ein Mal angeschaut. Dieses Mal jedoch konnten wir tatsächlich die Wasserfälle sehen, dank wundervoll strahlendem Sonnenschein. Der Weg machte genauso Spaß wie beim ersten Mal und Roland hat uns wieder tapfer ans Ziel gebracht. Der Wasserfall ist wirklich atemberaubend, es hat sich gelohnt dort ein weiteres Mal vorbei zu schauen.
Tim hatte in seinem Lonley Planet ein wenig gestöbert und für die Nacht ein schönes Fleckchen herausgesucht: Paluma. Nette kleine Holzhütten, an einem See, inmitten einer Hügelligen Landschaft und das zum guten Preis sollten es sein. Das klang gut. Die Strecke entpuppte sich als windige, steile Herausforderung und das vor allem im Dunkeln, denn wir waren mal wieder spät dran. Es mussten einige Kröten und Ratten dran glauben, die wir im Licht der Scheinwerfer vors Auto laufen sahen. Egal, von beidem gibt’s hier nu wirklich genug. Als wir dann das Dorf erreichten, legte sich Nebel über die Straßen und wir sahen die Hand vor Augen nicht. Die schlechte Ausschilderung, mangelnde Sicht, in Kombination mit einer schlechten Wegbeschreibung im LP, führten dann schlussendlich dazu, dass wir auf gaben und uns wieder den Berg herunter quälten. Diesmal fuhr Chrissy und hat wohl mit ihrem heißen Reifen den sie fuhr noch mehr Viecher mitgenommen, oops.
Am Ende sind wir auf einem Campingplatz einige Kilometer weiter Richtung Süden gelandet der vermutlich Toomula hieß. Wir wollten eigentlich nach Rollingstone, haben das jedoch, aus ähnlichen Gründen wie zuvor, nicht finden können. Ein kleiner, kläffender, stinkender Hund begrüßte uns als wir im Dunkeln aus dem Auto stiegen. Das menschliche Pendent dazu folgte auf dem Fuße und wirkte zudem noch ein wenig verwirrt. Vermehrte Kommentare ließen darauf schließen, dass der Herr uns nicht so nah an seinem Campingspot haben wollte. Wir ignorierten dies jedoch und am kommenden Tag stellte sich heraus, dass der Kerl nur halb so suspekt war wie er im Dunkeln erschien. Dennoch, sowohl Hund als auch Mensch waren verlauster als nötig. … Weiter ging’s!

Townsville und Airlie Beach (Samstag 30.10.):
Die Weiterfahrt haben wir unterbrochen in Townsville um uns das dortige Aquarium anzusehen, eine Entscheidung die wir nicht bereuten. Im sog. Reef HQ findet sich ein echtes, lebendiges Korallenriff, das sehr beeindruckt. So konnten wir uns Nemo und Co. ganz in Ruhe aus der Nähe anschauen und haben das auch zur Genüge getan. Besonders beeindruckt haben uns die größeren Arten, z.B. der riesenhafte Sägefisch und der dicke Hai die gemeinsam mit einigen großen Schildkröten ihre Kreise drehten um ein künstliches Schiffswrack. Wie immer zeigten auch dort die Ozzys ihr Präsentationsgeschick.
Abends checkten wir dann in einen kleinen Bungalow in Arlie Beach ein, wir waren wieder bei den Whitsundays. Der Bungalow bot eine Küche, ein eigenes Bad und zwei Doppelzimmer, kostete dafür aber auch seinen Preis. Sabrina, Tim und auch wir waren jedoch einhellig der Meinung, dass wir uns das verdient hatten. Wir fackelten auch nicht lange und buchten gleich eine zweitägige Segeltour die bereits am kommenden Morgen los gehen sollte. Den Abend über genossen wir den Luxus unserer Unterkunft, speisten wieder angemessen, tranken kühles Bier und spielten fleißig Karten. Ein schöner Abend und eine gemütliche Nacht gefolgt von einem leider viel zu früh beginnenden Morgen.
Auf ging’s! Segeln!
(Chrissy: Lea, es war der Wahnsinn, wann können wir unseren Segelschein bei Dir machen? ;-) )

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