17. August Coral Bay – Wildlife Adventure
Chrissy September 2nd, 2010
Juchuh, endlich Morgen. Wir stehen früh auf, mit guter Laune und voller Erwartungen. Nur Sören, bleibt liegen und genießt es ausschlafen zu können, hat ja quasi sturmfrei der Gute. Acht Uhr sollen wir am Laden sein, halb Neun soll’s los gehen. Wir entscheiden uns für einen schnellen, heißen Kaffee vom Bäcker und sitzen, nach guter deutscher Manier um Punkt acht Uhr im Laden. Wie immer viel zu früh, der Rest der Meute trudelt erst um halb Neun ein und los geht’s dann auch mit australischer Gemächlichkeit. Egal, haben ja den ganzen Tag Zeit.
Roland ist bevor es los ging übrigens noch den Platz verlängern gewesen. Dabei hat er festgestellt, dass wir eigentlich nur zwei Tage dort stehen dürfen. Da uns das jedoch niemand zuvor gesagt hat, lassen sie uns das noch ein Mal durch gehen und auch Roland verlängert erfolgreich für nur 44 Dollar. (Chrissy: Mppfff).
Mit einem Kleinbus geht’s los zum Anlegeplatz. Die Gruppenstärke von gerade mal neun Leuten gefällt, da übersichtlich. Das Boot gefällt erst recht und das Meer lässt uns wieder ein Mal tief Luft holen als es in Sicht kommt: Stunning! Unser Skipper ist ein braungebrannter Kerl mit blonden Locken, der uns mit viel, echter oder gespielter (egal), Begeisterung begrüßt. Die beiden jungen Damen die sich gemeinsam mit ihm um uns kümmern sind auch sehr nett und wir fühlen uns in guten Händen. Das Wetter hat zu unserem Glück gut mitgespielt und wir hatten nach Regen in der Nacht einen strahlenden Tag.
Los ging’s!
Gemächlich verließ das kleine Boot den Ankerplatz und wir tuckerten in Richtung offenen Meeres. Jeder hat sich ein nettes Plätzchen gesucht um die Fahrt angemessen zu genießen. Unten gab es Kaffee, Tee und Säfte, vorne eine schöne Aussicht und oben ein nettes Schwätzchen mit dem Skipper. Noch etwas kühl, haben wir in unsere Jacken gehüllt dagesessen und die langsam wärmer werdende Sonne auf unseren Gesichtern genossen.
Die erste Sichtung folgte bald: ein Delphin. Gesehen hatten wir ja bereits welche, dieser jedoch, das war neu, wollte spielen. Der Skipper, schon erfahren, hat ein wenig Fahrt raus genommen und so dem Delphin die Chance gegeben die Bugwelle zu reiten. So haben wir Kreise gedreht und der Delphin ist immer wieder „aufgesprungen“. So konnte man ihn ganz aus der Nähe beim Schwimmen betrachten. Allein das, war schon atemberaubend. Es sollte mehr kommen!
Zweite Sichtung: Buckelwale. Zwei und auch diese neugierig. Wir haben Stunden damit verbracht neben ihnen her zu fahren. Jeder mit der Kamera im Anschlag und sie kamen sehr sehr nahe ans Boot heran. Zudem gab’s die Möglichkeit die Walgesänge anzuhören. Dazu wurde ein spezielles Mikro ins Wasser gelassen und über Lautsprecher konnten wir den Gesprächen unter Wasser folgen. Wundervoll klingt das, vor allem wenn man weiß, dass da tatsächlich in diesem Moment Wale unter einem singen. Toll! Ach ja: die Wale sahen ja schon groß genug aus neben unserem Bötchen, aber was wir erst erfuhren: man sieht in der Regel nur 10% des Körpers über Wasser, holla, was für sanfte Ungetüme.
Ein Flugzeug wurde für uns in die Luft geschickt um nach einem Manta-Rochen Ausschau zu halten. Da es leider keinen entdecken konnte, ging’s erst Mal Schnorcheln. Das Riff ist atemberaubend! Wir sind also in unsere Schwimmanzüge gestiegen, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen an: los ging’s. Wunderschön diese Unterwasserwelt. Die Fische kommen unglaublich nahe an einen heran, die Korallen sind farbenprächtig, das Wasser unheimlich klar. Wir hatten zudem das Glück ein wenig davon mit unserer Kamera einfangen zu können. Das Highlight: wir haben einen Hai gesehen, auf wenige Meter ist er an uns heran geschwommen. Das war atemberaubend! Chrissy hat es sogar geschafft dieses Erlebnis aufzunehmen.
Puh, wir waren bereits glücklich mit den Dingen die wir gesehen hatten. Einfach der Wahnsinn.
Nach dieser kleinen Sporteinlage gab es erst Mal Mittagessen. Die beiden jungen Damen hatten ein spitzen Buffet aufgefahren und wir uns die Bäuche mit dick belegten Brötchen, Salat und Obst vollgeschaufelt, waren wir doch regelrecht ausgehungert.
Weiter ging’s!
Dritte Sichtung: Schildkröten, viele Schildkröten. Wir hätten sie, wie so vieles andere, wahrscheinlich gar nicht bemerkt. Immer wieder sah man kleine Köpfe aus dem Wasser auftauchen, zum Luft holen. Dabei könnten diese Tiere mehrere Stunden die Luft anhalten. Eine kam direkt neben dem Schiff aufgetaucht und wir konnten einen genauen Blick auf sie werfen. Wunderschöne Tiere.
Das Flugzeug war wieder in der Luft, erneut auf der Suche nach dem Rochen. Am Ende hat unser Skipper den Rochen vom Boot aus ausgemacht und wir sind wieder in die Anzüge gestiegen und tatsächlich mit diesem großen Tier geschwommen. Mit über drei Metern Spannweite beeindruckt auch dieses Unterwasserwesen sehr und wir konnten bis auf zwei Meter heran schwimmen und es ganz in Ruhe beobachten. Uns fehlen die Worte, immer noch!
Fazit des Tages: ein atemberaubender, wundervoller, absolut perfekter Tag voller Eindrücke und Informationen. Diese Tour war wirklich jeden Cent wert. Armer Sören, da hat er wirklich was verpasst.
Ausklang des Abends: Essen und DOKO, wie könnte es anders sein.